“Kinder sind wie Blumen. Man muss sich zu ihnen nieder beugen, wenn man sie erkennen will.” Friedrich Fröbel
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Wir wünschen uns für unsere Gesellschaft eine anregende Bildungsatmosphäre, die Eltern und Erzieher gleichermaßen bewusst und professionell mitgestalten können. Für Kinder wünschen wir uns eine Welt, in der sie spielend Fähigkeiten erwerben können, die ihnen ein Leben lang helfen, sich mit neuen Inhalten auseinander zu setzten, Wissen zu erwerben und gemeinsam mit Anderen neue Ideen und Lösungen zu entwickeln.

Ich kenne alle Erzieherinnen in meinem Kindergarten und alle Erzieherinnen kennen mich und Mama. Das ist so, weil wir ein gruppenoffener Kindergarten sind und alle Erzieherinnen für alle Kinder verantwortlich sind, sagen die Großen.Am Morgen ist erstmal nur eine Erzieherin da, trotzdem können wir schon in mehreren Zimmern spielen. Ich gucke immer erst, ob schon mein Freund da ist. Meistens spielen wir früh’s zusammen, bevor meine Erzieherin kommt.Die heißt Steffi und wenn die kommt, gehen wir Kinder in unsere Gruppe und bereiten uns auf das Frühstück vor.
Gegessen wird nämlich immer in der Stammgruppe.
Das Frühstück hat mir Mama eingepackt.
Steffi hat den Essenwagen geholt. Beim Teekochen durfte ich heute mit in die Küche.
Nach dem Händewaschen geht es endlich lost. Frühstück ist schön, weil wir dabei erzählen, was wir gestern zu Hause noch gemacht haben.
Wer mit dem Frühstück fertig ist, kann spielen gehen. Ich sag Steffi bescheid, dass ich runter ins Bauzimmer gehe, ich habe mich mit meinem Freund aus der Igelgruppe dort verabredet.
Marvin ist auch schon fertig. Im Bauzimmer ist noch keine Erzieherin, trotzdem dürfen wir schon spielen. Sonja hat die Tür zu ihrem Gruppenraum ein bisschen auf gemacht, damit sie hört, wenn wir Unsinn machen. Die Frühstücken nämlich noch.
Manchmal gehe ich auch gleich nach dem Frühstück in die Spielbewegung, in den Turnraum oder in das Kreativzimmer zum Basteln.
Nach einer Weile sagt Sonja bescheid, dass gleich Blitzlicht ist. Da müssen wir wieder in unsere Stammgruppe. Das Bauzimmer müssen wir nicht alles aufräumen, unser Gebautes darf stehen bleiben. Nur freitags, da wird alles aufgeräumt, weil da geputzt wird.
Blitzlicht, so heißt das bei uns, wenn Steffi uns sagt, welche Angebote heute sind. Meistens sind 2 Angebote für die Kleinen, 3 Angebote für uns und manchmal noch eins für die Schulanfänger.
Seit einer Woche haben wir das Projekt „Gesunde Ernährung“ und die Angebote haben immer was mit Essen zu tun. Wir dürfen uns aussuchen, was wir machen wollen.
Ich war gestern zur Geschichte vom kleinen Pfannkuchen. Heute melde ich mich zum Kreativangebot. Wir wollen ein großes Bild für das Treppenhaus machen, auf dem alle sehen, wie viel Zucker in manchen ungesunden Sachen ist. Dabei muss ich auf genau zählen, wir kleben nämlich die Zuckerstückchen auf. Immer genau so viele wie in dem Buch drinn sind, dass uns die Veronika mitgebracht hat.
Wenn wir mit dem Angebot fertig sind, spielen wir wieder. Meistens draußen, auf unserem Spielplatz. Wir haben eine Höhle gebaut, da lassen wir die Kleinen nicht mit rein. Die ist uns.
Nach dem Spielen gibt es Mittag. Das wird nicht bei uns gekocht. Das bringt der Essenfahrer. Aber ich habe schon geguckt, was es heute gibt. Die Erzieherinnen hängen immer neben dem Speiseplan ein Bild von dem Mittagessen. Da kann ich ganz alleine herausfinden, was es gibt.
Vor dem Essen erzählen alle noch, was sie heute schon erlebt haben und ob sie sich g
eärgert oder gefreut haben. Dann wird gegessen. Ich kann schon mit Messer und Gabel essen. Paulchen noch nicht. Der ist noch klein. Dem helfe ich manchmal bei der Selbstbedienung. Nach dem Essen bereiten wir uns auf die Mittagsruhe vor.
Die Kinder, die schlafen, ziehen sich aus. Die Nichtschläfer gehen alle mit Veronika spielen. Vor dem Einschlafen machen wir heute noch eine Igelballmassage. Manchmal liest uns Steffi auch was vor.
Nach dem Mittageschlaf gibt es schon wieder was zu essen. Natürlich erst wenn wir wieder angezogen sind und die Betten weggeräumt haben. Vesper, heißt das am Nachmittag. Da dürfen wir uns aussuchen, was wir Essen wollen. Meistens nehme ich ein Wurstbrot. Paulchen will Marmelade, ich schmiere ihm das Brot. Steffi hilft den anderen Kleinen.
Dann wird wieder gespielt. Ich gehe heute Nachmittag ins Puppenspielzimmer. Das habe ich mir heute früh schon mit der Luci ausgemacht. Hoffentlich wird die nicht gleich abgeholt.
So, jetzt weißt du, wie das bei uns so geht. Komm’ doch mal und schau’s dir an. Das darf man nämlich im offenen Kindergarten.